Oberbayerntour 2026 – Tag Sieben

Mittwoch, 24. Juni 2026: Kochel am See – Dießen am Ammersee

Die Nacht war warm, fast tropisch. Um 7 Uhr gab es Frühstück in der Klause vom „Schmied“. Dort gab es nur große Tische, an denen bis zu 8 Leute Platz fanden. Die waren gut mit Leuten besetzt, die vermutlich im Walchensee-Kraftwerk zu tun hatten.

Walchensee Kraftwerk mit Kochelsee

Das Walchenseekraftwerk ist ein 1924 in Kochel am See in Bayern in Betrieb genommenes Hochdruck-Speicherwasserkraftwerk. Es ist mit einer installierten Leistung von 124 MW bis heute eines der größten seiner Art in Deutschland, da leistungsstärkere Anlagen auch pumpen können und als Pumpspeicherkraftwerk klassifiziert sind.

Blick auf das Walchenseekraftwerk vom Kochelsee aus gesehen. Das Wasser vom 201m höher gelegenen Walchensee fließt durch die dicken Rohrleitungen hinunter zum Kraftwerk und treibt Turbinen an, die der Stromerzeugung dienen.

Günther und ich waren bereits 5 nach 8 Uhr am Kraftwerk, daß um diese Zeit für Besucher noch nicht zugänglich war. Also fuhren wir die paar Höhenmeter hinauf zum Walchensee.

Ruhig und friedlich liegt er da – der Walchensee

Günther mit seiner Ferrariroten Veschba vor dem Gasthaus Edeltraut am sonnenverwöhnten Walchensee.

Weiter ging die Tour über Garmisch-Partenkirchen und Oberau in‘s Ammergebirge und der nächste Besichtigungspunkt war Kloster Ettal.

Benediktiner Abtei Kloster Ettal

Die beeindruckende Kuppel der Basilika

In Kloster Ettal haben wir uns nicht allzulange aufgehalten. Im Klostergasthof gab es um viertel nach 10 Uhr noch nichts zum Trinken, also was wollen wir noch hier. „Weiter geht‘s“ über die herrliche, einsame Straße zum Schloß Linderhof.

Man muß auch mal was liegen lassen und somit haben wir Oberammergau rechts liegen lassen. Bis Linderhof gab es viele Parkplätze, die ahnen lassen, wie es da zur Hauptsaison zugeht. Zu dieser Zeit waren alle ausgewiesenen Parkplätze jedoch noch gähnend leer, wir haben diese ebenfalls links und rechts liegen lassen und bekamen einen schönen Parkplatz direkt vor dem Eingang zur Schloßanlage. Dort mußten wir nicht, wie so oft berichtet in einer langen Schlange anstehen, sondern bekamen unsere Tickets für die Grotte und das Schloß ziemlich flott.

Eine Führung durch die Grotte bekamen wir um 11:40 Uhr und für das Schloß um 12:30 Uhr. Bis dahin war noch etwas Zeit um die Parkanlage zu bewundern, Bilder zu knipsen und Nase zu pudern.

Zum Eingang der künstlichen Venus-Grotte ging es heftig bergauf und ich mußte ganz schön schnaufen.

Das Schloß, im Stil des Neurokoko wurde durch König Ludwig II. von Bayern von 1870 bis 1886 erbaut.

Das ist der Flora-Brunnen, in dessen Mitte von Zeit zu Zeit eine hohe Fontäne sprudelt.

Mit diesem Kahn ließ sich der Märchenkönig Ludwig zur Musik von Richard Wagner herumrudern.

Nordparterre und Skulptur am Ende der Kaskade

Unser schöner, schattiger Motorradparkplatz ganz in der Nähe des Eingang zum Schloßpark

„Weiter geht‘s“ über die gewundene, einsame Straße nach Österreich zum Plansee.

Nun sind wird in Österreich am Plansee

Bei schönem Wetter werden die Motive zunehmend noch schöner

Der Plansee liegt in Tirol in einem engen Tal. Es gab am Eingang des Tales einen Bikertreff und ein Hotel und dann gab‘s nur noch die Uferstraße und schmale Ausbuchtungen, die zum Baden einluden. Diese Einladung schlugen wir aus und fuhren nochmal zurück zum Örtchen „Am Plansee“ und aßen dann im Hotel Forelle zu Mittag.

Und schon wieder ging es weiter. Wir fuhren den ganzen Plansee entlang um kamen dann nach Reutte in Tirol und überquerten bei Füssen die deutsche Grenze. Füssen ist bestimmt auch sehenswert, wir fuhren aber noch ein Stück weiter, bis wir nach Steingaden kamen und dann nach Wies zur berühmten, im Rokokostil erbauten Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies.

Wir sind in Steingaden-Wies bei der Wieskirche, ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft. Sie wurde 1983 zum Weltkulturerbe erklärt.

Impression aus der Wieskirche

Die Kanzel in der Wieskirche

Das Deckengemälde in der Wieskirche

Wir fuhren weiter – wer hätte das gedacht? Eine lange Strecke lang noch vor uns. Wir kamen über Peißenberg und Weilheim in Obb. an den Ammersee und nach Dießen, wo Günther uns ein tolles Quartier gebucht hatte – die Ammerseehäuser, ein christliches Wohlfühlhotel, in dem eine herzliche Atmosphäre herrschte und wir uns gleich wohlfühlten.

Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt

abendlicher Blick über den Ammersee bei Dießen

Blaue Stunde am Ammersee – na eigentlich ist es eine rosa Stunde

Mit einem kleinen Spaziergang zum nicht weit entfernten Strand ließen wir diesen wunderschönen Tag ausklingen. Wir treffen uns Morgen wieder, dann geht‘s nach Ulm.

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