Oberbayerntour 2026 – Tag Sechs

Dienstag, 23.6.2026: Fischbachau-Marbach – Kochel am See 

Fischbachau – Gmund – Bad Wiessee, Kreuth zum Sylvensteinspeicher – Fall – Lenggries – Bad Tölz – Kloster Benediktbeuren – Kochelsee

Adios Fischbachau – die Berge rufen – wir fahren über Schliersee nach Gmund am Tegernsee um uns aus dieser schönen Landschaft zu verabschieden. Von da geht‘s weiter am Westufer über Bad Wiessee und Kreuth hoch zum Sylvensteinspeicher, wo wir einen ausgiebigen Fotostop einlegten.

Blick auf den Tegernsee

Der Sylvensteinspeicher ist eine Talsperre. Im Stausee versunken ist das Dorf Fall, daß komplett umgesiedelt wurde, bevor der Sylvensteinspeicher geflutet wurde. Hier wurde Ludwig Ganghofer zu seinem Roman „Der Jäger von Fall“ inspiriert.

Unsere Roller auf der mächtigen Staumauer

Wir fuhren weiter zum kleinen Bergdorf Fall, dass aus dem alten Heimatfilm „Der Jäger von Fall“ bekannt ist und da haben wir uns auf der Terrasse des Hotels „Jäger von Fall“ mit einem Almdudler erfrischt.

In Lengries überlegten wir kurz mit der Seilbahn auf’s Brauneck raufzugondeln, haben diese Idee auf Grund der Hitze wieder fallen gelassen. In der Innenstadt waren alle Restaurants und Gastwirtschaften geschlossen. Doch in der Touristinfo bekamen wir den Hinweis, daß das Dorfstübchen, gleich links hinter der Kirche, offen habe und wir pilgerten dorthin, fanden einen gut besuchten, kleinen Biergarten und es gab leckeres zu Essen. Hinter her noch mal Nase pudern und wieder rein in die dicken Motorradklamotten und zum nächsten Highlight – nach Bad Tölz.

Bad Tölzer Flaniermeile

Wir parkten auf dem Motorradparkplatz am Eingang zur Fußgängerzone und flanierten die hügelige Fußgängerzone rauf und runter. Im Tourist-Büro bekamen wir die Auskunft, daß der Schuhladen Mayr etwas weiter unten ist. Dort gönnte ich mir ein paar leichte Lowa-Bergschuhe, damit ich wieder gut unterwegs sein konnte, Die alten Meindl-Bergstiefel wurden freundlicherweise von der sympathischen Bedienung gleich entsorgt.

Neuer Wanderschuh mit korrekter Vibram-Sohle
Isar in Bad Tölz
Benediktinerabtei Benediktbeuren

Von Bad Tölz aus führte unsere Route nach Benediktbeuren, wo wir das Kloster besichtigten. Die Basilika wird derzeit mit einem Millionenaufwand renoviert, denn diese wurde 2023 durch ein starkes Unwetter ziemlich ramponiert.

Laut Augenzeugenberichten trafen das Kloster orkanartige Böen, heftiger Starkregen und tennisballgrosse Hagelkörner. «Die Hagelkörner flogen hier fast quer herein, wurde erzählt. Da sind wirklich die Fensterscheiben explodiert.» Ganze Fensterreihen habe zudem der Sturm eingedrückt, Wasser sei daraufhin in die Gebäude eingedrungen. Auf vom Kloster veröffentlichten Bildern sieht die Lage verheerend aus: Fassaden und Fensterscheiben sind zerdeppert, Fahnen zerfetzt, Wege und Plätze mit herabgestürzten Dachziegeln und Bäumen übersät.

Im Kreuzgang befand sich eine Ausstellung der Bildhauerein Birgit Niedernhuber, die ihre aus Steinen, Wurzeln und Bronze gearbeitet Objekte präsentierte.

Unser Ziel für heute ist Kochel am See und wir sind im Hotel „Schmied von Kochel“ untergekommen, daß zentral liegt und einen sehr schönen Biergarten hat.

Der Schmied von Kochel ist eine sagenhafte Gestalt aus der bayerischen Geschichte, die vor allem in Oberbayern als Volksheld angesehen wird. Nach der Legende soll er Soldat im großen Türkenkrieg gewesen sein. Nur mit einer Stange bewaffnet, soll er das Stadttor von Belgrad eingerammt haben. Eine vom Kurfürsten angebotene Belohnung für seine Heldentaten habe der Schmied abgelehnt. (aus Wikipedia). Das ist jedoch nur eine von vielen unterschiedlichen Erzählungen.

Nein, wir sind nicht schwimmen gegangen.

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